Pearl Jam hat seit 15 Jahren am Freitag mal wieder in Melbourne gespielt und ich war nicht da. Mehr als doof, das. Scharfe Songs, fantastische Texte und jetzt hör ich mir über iPod die Ohren wund.
Eins meiner Lieblingsstücke ist Off he goes und da ich weiß, dass alles was ich hier sage strickt unter uns bleibt … I’m a sucker for male voices … jaja, jede Frau hat ihre Schwächen. Manche kaufen ständig Schuhe, mich kann man mit männlichen singenden Stimmen ködern. Mit den besonderen, einzigartigen Stimmen, ich red jetzt nicht von kiksigen no voice Sängern.
die Jaime gestern beim Schulausflug in den Melbourne Zoo gemacht hat. Zwei Schätze habe ich allerdings entdeckt. Findet ihr nicht auch, dass die gigantische Schildkröte aussieht, als würd sie grad grinsen?
Übrigens gibt es in mehreren Zoos bei uns die Möglichkeit dort zu übernachten. Im Melbourne Zoo nennt sich das Angebot Roar ‘n’ Snore. Preisgünstig ist allerdings auch was anderes, das kann ich euch flüstern.
Oder den Zoo Twilights während des Sommers. Da gibts dann Livebands. Und was muss ich grade sehen, was ich verpasst habe? Diesel war auch da? Wir haben es bislang nicht geschafft zum Twilight Zoo zu gehen, aber jetzt wo Jaime uns schon ein ganzes Jahrzehnt mit seiner Anwesenheit beglückt und selbst Musik macht, könnten wir eigentlich mal hin.
Immer wieder schön, wenn irgendwo in Melbourne wenigstens 1x pro Jahr ‘ne Wasserleitung bricht. Können wir ja alle in den Suburbs noch’n bisschen mehr Wasser sparen.
Man ich will von Trockenheit und sparen – egal was – nix mehr hören. Dieser Sommer soll genauso extrem werden, wie der letzte Sommer. Wenn nicht noch einen Tacken heißer, trockener, bushbrandiger. Nerv!
Na hoffentlich schmelzen meine neuen pinken thongs nicht in den Asphalt. Schätze jedoch eher schrumpelt mein Gehirn von der Hitze ein. Macht nix, weniger (nach)denken kann ja auch nichts schaden.
Programm liegt mir vor. Nur wenige Namen sind mir ein Begriff. Bernhard Schlink kommt übrigens auch. Nur hat er seinen Auftritt abends und außerdem will ich sowieso nichts mehr von der Schuld der Deutschen hören.
Es ist ganz schön mühsam sich durch das Programm zu wursteln. So wie es bis jetzt aussieht, werde ich am Freitag, 21. August schon morgens in der Stadt aufschlagen müssen. Die gute Nachricht dabei ist nur, dass das Festival am Federation Square stattfindet und das ist gleich gegenüber vom Bahnhof. Gerry Disher, Philip McLaren und Lisa Lutz werden um 10 Uhr auftreten und ich hoffe sehr, dass ich nicht zu träge bin auch hinzufahren. McLarens Bücher kenne ich nicht, Garry Disher habe ich gelesen und Lisa Lutz hab ich in die Tonne gekloppt. Ihre Serie hat mich nicht vom Hocker gerissen, im Gegenteil, ich hab mich fürchterlich gelangweilt. Offensichtlich gibt es aber Leser und das ist gut so. Mich heute noch vom Hocker mit einem Buch zu reißen, ist ohnehin sehr schwierig, deshalb kann man auf meine Meinung nur bedingt etwas geben. Disher interessiert mich halt.
Und man muss auch mal Glück haben, 1.5 Stunden später findet eine Veranstaltung statt, die mich auch interessiert. Auf meiner reading list steht Christos Tsiolkas Buch The Slap (der Mann hat erst kürzlich einen Preis gewonnen). Er liest und bekakelt halt mit anderen Autoren Writing the City. Gut.
Max Barry ist Writer in Residence am 22. August und zum Glück zu einer zivilen Zeit – ab 11 Uhr. Da kann man ihm beim Schreiben an seinem aktuellen Projekt tatsächlich begaffen. Vielleicht fahre ich dann noch mal hin, vielleicht nicht.
Das Festival geht bis zum 29. August und ich weiß jetzt schon, dass ich am Ende irgendwelche Berichte darüber lesen werde und mich ärgere, dass ich dies und jenes nicht doch „mitgenommen“ habe. Geht aber nicht. Habe keine Lust dauernd in die Stadt zu fahren und viele der Autorennamen sagen mir eben überhaupt nichts.
Ich bin ja nun keine Landpomeranze, aber auch niemand, die unbedingt in einer Großstadt leben muss. In der Nähe leben finde ich sehr praktisch. Meist reicht mir das. Natürlich gibt es immer wieder Momente in denen ich mich ärgere, dass ich nicht doch mitten drin lebe. Am Sonntag zum Beispiel habe ich zu spät erfahren, dass genau an dem Tag Melbourne Open House war. Da konnte man sich einige historische Gebäude und andere bestimmte Stätte (ist das ein Wort?) ansehen. Auch das Labor des Krebsforschungsinstitut des Peter McCullum Krankenhauses. Irgendwie ist das ganz berühmt, auch wenn ich von Krebs gar nix wissen will, das Labor hätt ich mir gerne angesehen.
Einige der zu besichtigenden Gebäude, die eine große historische und architektonische Signifikanz haben, sind sonst nämlich nicht für Publikum geöffnet. Schade. Im nächsten Jahr hoffentlich. Und grade fällt mir ein, ich sollte mich mal schlaumachen, wann das Writers Festival stattfindet. So weit ich mich erinnere, meist im August. Mal Programm suchen und schauen, ob eine sagenhaft berühmte Persönlichkeit nach Oz kommt.
Man kommt sich vor, als würd man auf einem fremden Planeten leben, wenn man lesen muss, dass Victoria mal wieder ein neues Gesetz erlassen hat.
Wer dabei erwischt wird im Auto zu rauchen und Passagiere mit sich führt, die unter 18 Jahre alt sind, bekommt einen on the spot fine of 250 $. Ich meine, als ich in Queensland im Urlaub war, hatten die gerade die Nachricht gebracht, dass sie dieses Gesetz auch durchgebracht haben.
NSW hat jetzt Wasser in Plastikflaschen verboten. Also in deren staatlichen Büros, Gebäuden und so. Man mag schon gar nichts mehr dazu sagen. Ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann auch Victoria auf diesen Zug aufspringt. Ich kann mir dann ja so eine schicke Wasserflasche aus Büffelleder schneidern, wie sie die ollen Cowboys in den Filmen immer mit sich herumschleppten. Ich bin mir nämlich sicher, dass früher oder später alle Plastikflaschen verschwinden sollen. Nur, wo krieg ich so schnell einen Büffel her?
Ich sehe schon die Wasser- und Nikotinpolizei Strafzettel verteilen. Es gibt nämlich nichts Wichtigeres als nanny für Bürger zu spielen. Das lenkt so schön von den wichtigen Problemen ab.
Victoria muss Wasser sparen, mein 10jähriger ist ja auch schon einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Ich sach mal so: So lange ich weit unter dem target von 155 Liter Wasserverbrauch pro Person im Haushalt bin – weil ich hab ja auch so eine tolle Waschmaschine, die die Wäsche nicht in einer Art Whirlpool hin und her quirlt und unser Garten is eh nix mehr – dusche ich so lange wie ich will, ja!!
Ich kann auch diese ganze CO2 Diskussion nicht mehr ab. Das Ende naht … jaja … mmh … wir wissen ja jetzt auch, dass Schafe und Kühe einfach zuviel CO2 in die Atmospähre pupen. Alle Nutztiere sofort schlachten und nur noch pflanzliches käuen.
Von der Umwelt zum pseudo friedlichen Miteinander. Heute ist der Harmonie Lauf in Melbourne. In Victoria leben Menschen aus 230 Nationen, sprechen 180 verschiedene Sprachen und gehören 116 verschiedenen Glaubensrichtungen an. Ich frag mich ja immer, ob Gott, an den sol viele Menschen glauben, alle diese Glaubensrichtungen kennt und weiß jetzt auch, dass eine lapidar dahin genuscheltes „Ich versteh dich nicht“ nicht unbedingt bedeuten muss: Ich versteh dein Handeln nicht.
So, wenn alle friedlich gelaufen sind, kehren sie dann in ihre Ghettos – die echten und die Barrieren im Kopf – zurück und alles ist wieder gut. Ich als Deutsche lauf mal besser nicht mit, sonst krieg ich noch von einem Ägypter oder berufszornigem Iraner ein faules Ei an den Kopf geworfen. Ein furchtbarer Mord, ein rassistischer Mörder = kollektive Schuld der Deutschen mindestens bis in die Generation meiner zukünftigen Ur-Ur-Ur-Enkel. Aber hallo!
und stürmisch. Eine Frau ist von einem umstürzenden Eukalyptusbaum (oder Ast?) erschlagen worden. Auch kein schöner Tod. Aber dann … welcher Tod ist schon schön?
Marco ist stinkesauer, dass er nicht den Jackpot über 100 Millionen gewonnen hat. Kann ich verstehen.
dass Katie Holms heute per Privatjet in Melbourne aufgeschlagen ist, um einen Film hier zu drehen? Mich nur deshalb, weil die letzten Jahre einige Filme in Melbourne gedreht wurden, was die Aussies natürlich mega stolz macht. Und irgendwie bin ich ja auch ein Aussie. Wenn auch nur auf dem Papier. Katie finde ich ja ganz niedlich – aber ihr Tom kommt immer leicht debil rüber finde ich. Rein subjektiv natürlich
Da ist es doch viel spannender, wie es bei Sonne und bei Regen im Urlaubsresort aussah. Und wenn man jetzt gnädigst davon absieht, dass ich weder knackig, noch schön bin und dann auch diese grässliche Whirlpoolfrisur zur Schau stelle – könnte man sich auf die Tatsache konzentrieren, dass es hier ganz tolle Ferienanlagen gibt und es viel Spaß gemacht hat in einem Höhlenwhirlpool zu whirlen.