Vietnam in trüben Bildern

Was nicht immer an meiner Fotografie-Kunst lag, sondern am stets bewölktem Himmel. Von Hanoi habe ich gar keine tollen Bilder. Liegt daran, dass man nicht in den überfüllten Straßen von Hanoi fotografieren und gleichzeitig überleben kann. Merke: Das Gesamtbild ist wahnsinnig hektisch und überbevölkert, vielleicht mal ne Doku ansehen, falls was im Fernsehen laufen sollte – es lohnt sich. Ich hätte viel mehr Bilder machen können, wenn ich nicht dauernd im Bus oder Zug oder Taxi gesessen hätte. Das Reisfeld ist aus dem geöffnetem Zugklofenster aufgenommen, ebenso die Hütten an den Bahnschienen. Natürlich habe ich noch ein paar sehr private Fotos. Manchmal mit blödem Gesichtsausdruck, noch schlechterer Frisur, fetteren Oberschenkeln und angehendem Doppelkinn (Perspektive natürlich – was sonst?) und zwei ganz tolle Fotos mit Jaime, ein lustiges von uns Dreien im Kanu und Spitzhut – jajaja Touristenzeugs :-)

Irgendwo dabei ist auch ein Foto von einer Sanskritinschrift. Die Übersetzung lautet: Dies ist mein 5. Versuch – verdammt schon wieder vermeißelt. Drauf gehustet. Versuch mal jemand mit Steinsplitter im Auge korrekt zu meißeln. Außerdem – bis das einer merkt sind tausend Jahre vergangen. Hoch lebe der Emperior!

Enjoy

Mekong Delta II

Ich versuche mich kurz zu fassen, wenngleich ich merke wie mich vieles noch nachhaltig beschäftigt und mir immer wieder Kleinigkeiten einfallen, die mich beeindruckt, geekelt, geärgert, gefreut und sehr nachdenklich gestimmt haben.

Der erste Teil der Tour ins Mekong Delta war fantastisch. Nur zwei Stunden bis zur ersten Schiffstour und ab ging’s ins Boot. Nur das Gleichgewicht musste stimmen und hier war es das erste Mal, dass ich Angst um Jaime hatte. Das shit thing drohte tatsächlich zu kentern, wenn die Anzahl der Passagiere nicht gleichmäßig auf beide Seiten des Bootes verteilt worden wäre. Bitte?

Der Mekong River ist riesig. Riesig. Und braun. Erwähnte ich, dass er auch stellenweise verschmutzt ist? Kein Wunder, habe ich ständig Menschen ihren Müll ins Wasser werfen sehen. Zack. Wir hatten diese Minibananen bekommen, ich legte meine Schale zunächst auf die Reling, weil kein Mülleimer vorhanden war. Mein Mann hat gesehen wie der Tour Guide seine Schale – zack – über Bord geworfen hat. Der Müll, der an der Uferböschung angeschwemmt wird ist unglaublich. Eine Frau tritt an die Hintertür ihrer Hütte und zack, wirft Müll in den Fluß. Etwas weiter angelt ein alter Mann den Müll, der sich vor seiner Hütte festgesetzt hat und zack schleudert ihn wieder ins Wasser.

Aus den Augen aus dem Sinn. Mmmh. Als umweltbewusste Tusse hat es mich schlicht geärgert, wie die Menschen mit ihrer Umgebung umgehen. Ah well … das sind eben diese Dinge, die mich angesprungen haben, Verhaltensweisen, die wir ewig lange hinter uns gelassen haben. Auch unsere Städte waren einmal total verdreckt, erinnere ich mich. Wäsche wird im Fluß gewaschen, Lebensmittel, Körperhygiene, Abwasch mit Flußwasser erledigt. Auf einem Steg, der schräg ins Wasser führte saß eine Frau und schnippelte Fleisch ohne Unterlage – lecker.

Wir sind dann mit kleinen Ruderbooten – die einen Namen haben – aber ich ignorante Tante merke mir gar nix – in schmale Flußzweige gerudert worden, Kokospalmen dicht am Ufer, im Wasser schwimmen Blätter und Zweige, weniger Müll und dieses Grün im Kontrast zum braunen Wasser – Wahnsinn. Und ruhig. Friedlich. Schön. Einmal sind wir mit Mopeds transportiert worden, die hinten eine Ladefläche montiert hatten. Da passten so 6 Schlanke oder 4 moppelige Personen drauf. Über enge huckelige Straßen gejuckelt – toll. Hätte noch ganz lange so weitergehen können.

Der Nachmittag bestand darin wieder in den Bus zu steigen und drei Stunden in ein grottiges Hotel transportiert zu werden, das fensterlose – richtig gelesen – fensterlose grottige Räume hatte. And don’t get me started on the fieses und völlig mengen- und geschmacksmäßig mangelhafte Frühstücksbuffet. Ich habe ein Stück Baguette mit Butter und eine ekelige Tasse Tee runtergewürgt. Schlechten Hotelkaffee konnte ich nach den vielen Tagen nicht mehr vertragen. Aber auch von Tee kann einem schlecht werden.

Ich bin mit einem dröhnenden Schädel dort angekommen – der fürchterliche Motorenlärm auf den Booten, die Wärme, die Busfahrt, dehydriert und zittrig überhungert. Die Ansicht der Stadt hoffnungslos runtergekommen – läßt sich nicht beschönigen. Ich war so was von fertig und wünschte mich überall hin – nur nicht dort wo ich war.

Mir hätte es gereicht, wenn wir nach dem ersten Teil wieder nach Saigon gefahren wären, aber nein, ich musste ja noch unbedingt den floating market sehen. Der so schön bunt in Reiseführer und dergleichen angepriesen wird. Das einzige Interessante daran war das gekonnte manövern der vielen Boote und die Stangen an denen die eine (1) Ware hoch oben hing, damit man sehen konnte, was die Bootsbesitzer verkaufen. Wassermelone zum Beispiel.

Nee ehrlich, beinahe hat dieses scheiß Hotel und der zweite Tag das Schöne, das Fantastische, das Friedliche, das Fröhliche zerstört. Wenn ich die Augen schließe bleiben die engen Seitenarme bei mir. Gut so.

Ich bin dermaßen fertig in Saigon angekommen, dass ich das erste Mal gedacht habe, wenn mich jetzt die 6. Bücherfrau im Restaurant anquatscht – obwohl ich Augenkontakt vermeide, da ich ohnehin kaum aus den Augen gucken konnte – dann werde ich aggressiv. Und will es doch gar nicht werden. Mit Mühe habe ich einige Bissen Essen heruntergewürgt, viel Wasser getrunken, auch weiter im Hotel und langsam ging es besser. War ja so: Dauernd auf Boote und im Bus, da kann man nicht viel trinken, wenn keine Toilette vorhanden ist.

Der Angestellte an der Hotelrezeption hat mich dermaßen genervt, dass ich zwar nicht laut, aber sehr bestimmt auftreten musste. Do I look stupid? Der wollte glatt eine Kopie von unserer Kreditkarte machen, da hab ich mich nicht nur geweigert, sondern mich auch leicht aufgeregt, zumal wir genau in dem Hotel zwei Nächte davor waren, ohnehin schon alles im Voraus bezahlt worden war und unser großes Gepäck auch dort gelassen hatten – aber auschecken mussten.

Der hat keine Kopie meiner Kreditkarte bekommen. Was mich eben auch an dieser Angelegenheit gestört hat, ist dass diese Menschen zwar unheimlich freundlich und so sind, aber sich – ich glaube hier wiederhole ich mich – fuffzig mal im Kreis drehen, bevor die was gebacken kriegen. Und dann wird noch ein Kollege gefragt. Eine dritte Kollegin kommt dazu, sagt aber nix, sondern hört nur zu und geht dann wieder.

Ich behaupte es liegt am Kommunismus. Wer nie für sich selbst denken muss führt halt ein Muppet-Leben. Und die Spitzen-Muppets haben eh keine Probleme, die buchen alles was rein kommt an Hosentasche, offshore Konten und Familienangehörige bis zum dritten Grad. Guckt euch nur mal den fetten Nichtsnutz von Sohn an, den der kleine Kim Jong-il aus Nordkorea verbrochen hat. Ich schweife ab …

Der Schwede, der auch mit auf dieser Tour war, erzählte mir, dass er auch mit dem Nachtzug gefahren war. Nur die Eier, die angeboten wurden hat er nicht essen wollen. Die sind nämlich mit Küken (also angebrütet) gefüllt und werden gekocht. Muss ne Delikatesse sein.

Wohl bekommt’s!

Wenn ihr das nächste Mal ein Reisgericht kocht, dann nehmt doch einfach weniger Reis, damit nicht so viel weggeworfen werden muss – das sieht ganz schön knochenhart aus, wie die Menschen gebückt täglich in den Reisfeldern arbeiten.

Reisen macht Spaß. Ich habe ganz wunderbare Menschen aus aller Welt getroffen – wie schön. Irgendwann möchte ich nach Angkor Wat in Kambotscha – fly in-fly out und auf eine schöne Insel irgendwo in Asien. Brasilien und Mittelamerika steht auch noch auf meiner Liste.

Und damit beende ich das mich seit Wochen beherrschende Thema Vietnam.

Dreist kopiert und profitiert

In den Straßen von Vietnam laufen jede Menge Mädchen/Frauen mit Bücherstapel auf dem Fahrrad oder auf dem Arm herum und verkaufen dreist kopierte Bücher – Romane, Reiseführer. Ich habe das erst hinterher geschnallt, was ich da gekauft habe. Während ich durch das Bücherangebot schaute, zog das Mädel ein Buch nach dem anderen hervor und bäbbelte auf mich ein. Ein Buch hatte meine Aufmerksamkeit wegen seines Titels auf sich gezogen und während ich noch den Klappentext gelesen habe, zauberte sie ein anderes Buch vom gleichen Autor hervor. Ich bin permanent beim lesen unterbrochen worden, musste zum Schluss beinahe Gewalt anwenden, um überhaupt den Klappentext zu Ende lesen zu können und habe das Buch dann gekauft und bin ganz schnell ganz weit weg gelaufen.

Ich denke noch so, als ich angefangen habe zu lesen mmh … das ist aber eine scheiß Papierqualität, bis es dann dämmerte und ich mich über meine Naivität tatsächlich geärgert habe. Zwei Straßen weiter war übrigens ein second hand bookshop – Kerstin Gier und Sebastian Fitzek waren auch da – aber den Shop habe ich erst später entdeckt.

Ebenfalls später entdeckt – nämlich erst Zuhause – habe ich, das sogar ein Fehler im Titel ist. Es fehlt das T beim Wort incident.

The curious incident of the dog in the night-time von Mark Haddon – was es auch in einer deutschen Übersetzung gibt. Dem Leserfeedback nach zu urteilen sind die meisten Leser begeistert von dem Buch und auch ich fand es faszinierend, wenngleich nach zwei Drittel leicht ermüdend völlig schlichte Sätze zu lesen. Der Mann hat es geschafft konsequent den Charakter des (vermutlich) autistischen Ich-Erzählers Christoph bis zum Ende durchzuhalten mit für mich interessanten und tollen Beispielen, die Christophs Gedankenwelt und sein Verhalten erklärten. Man kommt nicht umhin hier und da zu schmunzeln.

Was das Buch nicht ist: Es ist kein Buch, um Autismus oder Asperger zu verstehen und aus diversen Kommentaren von Betroffenen geht auch hervor, dass alles ohnehin ganz anders ist. Ich kann das nicht beurteilen, denke mir halt nur, alles ist ohnehin immer ganz anders, als andere Menschen es empfinden oder verstehen. Es ist ein Buch über jemand der anders als die Norm ist (was für mich ausreichte, um interessiert zu sein) und wohltuender Weise kein (Serien)-Mörder ist. Es ist ein tolles Buch in dem man mal mit Vater, Mutter und Christoph fühlt und die Logik, die der Junge an den Tag legt ist konsequent *ähem logisch – aus seinem Verständnis und Empfinden der (Um)-Welt heraus.

Bei den deutschen Kritiken hat sich jemand über die schlechte Übersetzung und diverse Fehler beklagt – dazu kann ich nix sagen. Meine dreist kopierte Version hat hier und da mal ein Wort in einer völlig anderen Schrift und für den nächsten illegalen Nachdruck sollten die Vietnamesen schnell noch ein T kaufen.

Gehört habe ich auch von einem mitreisenden Schweden, dass sie sogar Medikamente kopieren, die völlig wirkungslos sind und da hört für mich der Spaß ohnehin auf. Schlimm genug, das Autoren um ihre Tantiemen gebracht werden, kranke Menschen zu verarschen und sich die Taschen mit Profit zu stopfen ist zwar nix Neues in dieser Welt – aber dennoch immer wieder abstoßend und skrupellos.

Mekong Delta Impressionen

Bis auf zwei Fotos sind alle im Mekong Delta aufgenommen worden. Bericht folgt später. Ich habe den dritten Tag Kopfschmerzen – heute so links oben – wenn das mal nicht Links-Oben-Abgas-Gehirntumor ist. Anyway, ich bin kaputt und seit ein paar Stunden in Kuala Lumpur, dieses Mal im Airport Hotel, da wir weniger als 24 Stunden hier sein werden.

Leute, ich freue mich auf ordentlichen Kaffee, mein eigenes Bett, meinen Kleiderschrank und meine Dusche in der alles steht, was ich so zum duschen benötige. Nix mehr mit suchen, kramen, rödeln, kleine Hotelshampoodosen auffrikkeln, keine Badezimmer mehr überfluten und nicht mehr mit Aircondition schlafen.

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Saigon

Früh ging’s zum Flughafen und ich bin immer froh, wenn ich eine Station hinter mir lasse. Draußen am Flughafen stritt sich ein junges Paar. Das heißt, sie war ganz laut, ihn hörte man gar nicht. Wir haben alle unsere Ohren gespitzt, was recht anstrengend und fruchtlos war, verstanden wir aus der Entfernung doch nur englische Wortfetzen: niemals verzeihen, Lügner, kein Geld mehr, vertrauen und fucking … als wir in der Abflughalle saßen, standen die beiden immer noch draußen.

Ich hasse es, wenn man im Sinkflug ist und der Pilot plötzlich das Gaspedal durchtritt und durchstartet. That’s it, denke ich dann immer. Es kam dann später eine Durchsage, dass es so windig gewesen wäre, dass er nicht hätte landen können und ich habe uns schon Stunden kreisen sehen und weiß ich denn, ob das Flugbenzin rationiert ist? Gaawwwd.

Die Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel war ziemlich lang – gefühlte Stunde und ich habe mir so gewünscht ich könnte einfach weinen. Kann ich aber nie wegen Streß. Der Verkehr war unbeschreiblich dicht, die Mopedarmada 5x so groß wie in Hanoi, die Autos Stoßstange an Stoßstange. Ich war nahe dran wieder zum Flughafen zu fahren und sofort nach Kuala Lumpur zu fliegen. Hatte ich ohnehin kurz mit dem Gedanken gespielt, als wir gelandet sind. Nur 200 m oder so zum internationalen Terminal laufen und nachfragen, ob ein Flug geht.

Ich ertrage diese Stadt nicht. Muss ich zum Glück auch nicht lange. Ganz früh geht es morgen zum Mekong Delta – eine Nacht dort – wieder eine Nacht in Saigon und am nächsten Tag nach Malaysia.

Zum ersten Mal seitdem ich in Vietnam bin habe ich unbeschreiblich schlecht und teuer gegessen. Grade lese ich, dass Saigon ohnehin sehr teuer ist. Wir waren in einem dieser typischen Durchschnittsrestaurants und ebenfalls zum ersten Mal seitdem ich hier bin, lese ich so yummy Gerichte in der Speisekarte wie: Hund, Frosch- oder Aalgehacktes, Schweinefüße süß-sauer, geschnittener Schweinemagen … läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Neben unserem Hotel ist ein Massagestudio, das auch diese Fisch-Fußmassage anbietet. Ich habe ja groß getönt, dass ich das ausprobiere. 30 Minuten für 5 US $. Klar. Problem war nur, dass ich die ganzen Fische sehen konnte. Ich habe mehrere Male meine Füße eingetaucht, mehr so knapp unterhalb der Wasseroberfläche, weil der Fischschwarm unten schwamm, als ich aber merkte, dass sich einige Fischchen an meine Füße zu schaffen machten, es kitzelte und ich mich wahnsinnig geekelt habe, konnte ich dieses blöde Mädchengekicher nicht unterdrücken.

Peinlich.

Ich habe mich dann für 90 Minuten Ganzkörpermassage entschieden (11 US $) und bin auch mit heißen Steinen massiert worden. Der junge Masseur fing mit den Füßen an, hat viele Akupressurpunkte gefunden. Schätze ich kann jetzt besser aufs Klo oder bekomme einen Super-Orgasmus – für irgendwas müssen diese Punkte an den Füßen ja gut sein.

Gaawwwd bin ich ignorant.

Als der Gute mir nahe dem Schluss die Unterhose – zum Glück war’s keine Wohlfühlunterhose – halb runterzog, über mir kniete und auch meine Bäckchen – oookaaay Backen, massierte, konnte ich mich nicht ganz so entspannen.

I wonder why.

Currywurst

und Schnitzel in Nha Trang entdeckt, bestellt und gefuttert und nein, ich schäme mich nicht dafür, ist nämlich so: Egal wo ich hin komme, es wird ne Currywurst probiert und grundsätzlich Spaghetti Carbonara, wo ich schon bei grundsätzlich bin.

Durch Zufall haben wir dieses deutsche Minirestaurant in einer Nebenstraße entdeckt. Erst wollte der Inhaber nicht so richtig ein Schwätzchen halten, dachte ich mir, ist ok, wer weiß wie viele Leute die gleichen Fragen stellen. Später fing er doch ein Gespräch mit mir an. Er ist vor 15 Jahren nach Vietnam ausgewandert, hat zwei Jahre in Saigon gelebt und ist dann nach Nha Trang gezogen. Das Lokal führt er seit 1.5 Jahren. Er ist aus der Ex-DDR und hatte damals viel mit Vietnamensen zu tun, die in die DDR gekommen waren.

Die Currywurst war so scharf, dass sie mir gleich sämtliche Rachenbakterien ausgebrannt hat, vom Schnitzel, das Jaime sich bestellt hatte, habe ich den Rest gegessen. Dinner brauchte ich später nicht mehr.

Wir sind noch in die Innenstadt von Nha Trang gefahren – Gott war das ein Fehler. Müll, Gestank, Gestank und Müll. Lässt sich leider nicht beschönigen.

Der größte Markt dort – Namen merke ich mir hier überhaupt nicht – war schlichtweg ekelig. Die Gassen breit genug, dass ich – würde ich einen Minicooper besitzen gut damit hätte durch fahren können. Take that ihr Mopedfreaks, die ihr auf dem Markt durch die Gänge fahrt. Fleisch lag offen herum (hoffe mein Schnitzelfleisch kam nicht vom Markt), der Gestank und der Dreck überall zum würgen. Nix wie weg.

Zurück in unserem Strandviertel hat mein Mann noch zwei Sonnenbrillen von einer Frau gekauft, die immer um den Block lief. Erst wollter er nicht, da er schon drei Brillen gekauft hatte, aber die Frau meinte, es sei Happy Hour – zwei Brillen für 150.000 Dong. Ich habe ihm dann gesagt, er solle sich nicht so anstellen, was sind schon 150? Die Frau war dafür so beschämend dankbar, später haben wir sie mindestens noch 3x gesehen – klar hat sie uns wieder erkannt und wir grüßten und lachten und sie strich mir über den Arm.

Mögen noch viele Touristen Sonnenbrillen kaufen! Ray Ban, Diesel, Gucci … alles da ;-)

Praktisches entdeckt

und vergessen zu erwähnen. An den wenigen Ampeln, die man hier sieht, ist ein count down – also wie lange die Rot bzw. Grünphase dauert. Finde ich eigentlich ganz praktisch. Mir kommen die Grünphasen hier sehr kurz vor. Wie oft stehe ich Zuhause an der Ampel und denkt mir: Gaaawwwd wie lange denn noch? Wenn man aber sehen kann, nur 30 Sekunden oder 40 oder was, finde ich das sehr beruhigend. Oder das bin nur ich mit meinem Sinn für Ordnung und so.

Klobürsten gibt es hier auch nicht in den Hotels. Die haben einen Wasserschlauch neben der Toilette montiert, der mit Wasserdruck putzt. Bin mir jetzt nicht ganz sicher, ich glaube das war in Malaysia auch so. Wie praktisch und hygenisch ist das denn? Auch haben will. Aber wir mit unseren Wasserrestriktionen in Melbourne … ich meine ehrlich, der Anblick einer Toilettenbürste ist doch wirklich nicht schön.

Ein Mopedkindersitz entdeckt (klick Foto für größere Ansicht) – sieht etwas wackelig aus, scheint aber zu funktionieren. Übrigens kann man mit so einem Moped auch einen neu gekauften Kühlschrank transportieren, wie ich heute gesehen habe. Man darf nur nirgends anhalten, um das Konstrukt aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Merke auch: Wenn du einen Passionfruit Drink bestellst und dich die Bedienung fragt, ob du Eis und Zucker drin willst und sie guckt komisch, wenn du Nein sagst, überlege blitzschnell, ob du nicht deine Meinung änderst. Gaaawwd war der Saft sauer.

Gestern meine allerallerallererste Pina Colada getrunken, der zweite Drink war ein Long Island Tea – ging gleich in die Birne. Lag wohl an der Wärme und daran, dass ich nicht so viel gegessen hatte. Noch einen dritten Drink und ich hätte schamlos bei der Karaokeveranstaltung im Hotel mitgesungen.