Leben woanders – alles anders oder was?

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Halbe Gehirnhälfte immer noch schockgefroren

13 November, 2009 · 8 Kommentare

und dieser Beitrag wird aus einer Tiefe von geschätzten 12.43 m geschrieben, in die ich mich hinuntergegraben habe.

Gestern wurde ich bei einer Lesung von Marie-Theres Kroetz-Relin in meiner Heimatstadt von ihr verbal auf die Bühne gezerrt und stand bzw. saß da wie das scheu-geblendete Reh im Scheinwerferlicht und bin auf der Stelle tot umgefallen.

Obwohl mein alter Text Fit und schlank gestorben, mit Lachern an den passenden Stellen vom Publikum gnädig – wofür ich für immer und ewig dankbar sein werde – aufgenommen worden ist und ich nicht selbst gelesen habe – sonst wäre ich mit großer Wahrscheinlichkeit schon vor lauter graben irgendwo in China herausgekommen – verlasse ich sofort meine Heimatstadt.

Zarte Seelen – auch die, die sich gnadenlos über alles und jeden lustig machen – eignen sich eher nicht für die Öffentlichkeit, der sie in solchen Momenten ausgeliefert sind. Ich weiß schon, warum ich nie den Drang verspürt habe Schauspielerin oder Model (der angebliche Traum vieler Mädels) werden wollte. Vielleicht ticke ich einfach völlig anders. Darf ich doch, oder?

Damit kein falscher Eindruck entsteht, ich bin Marie-Theres dankbar, dass sie in ihrer forschen Art (O-Ton … und du Blöde hast sämtliche Texte von dir auf meiner Webseite löschen lassen …)  mich förmlich genötigt hatte, mich und meine Schreibe in einem anderen Rahmen wahrzunehmen, als dies bisher der Fall gewesen ist.  Auch fand ich es sehr schön vor der Lesung noch privat Zeit mit ihr verbringen zu können, um das eine oder andere zu bekakeln und zu erfahren und auch meiner Mutter und meiner Tante eine Freude mit der Lesung und dem Abschlussdrink (zu essen gabs in der Provinz um diese späte Stunde leider nix mehr) machen zu können. Wann sitzt man schon mal am Tisch mit jemandem, den man schon mal im Fernsehen gesehen hat oder deren Kolumne man ganz gerne in einer Zeitschrift gelesen hat? Eben. Meine Mama ist mir jetzt was schuldig.

Marie-Theres hat eine tolle Lesung geboten und auch die Grafschafter, die durchaus sehr stur sein können, haben sich prächtig amüsiert.  Gut, die zwei älteren Leutchen am Fenster schrieben sich mit bierernster Miene die Finger wund (Presse? Gleich beide so not amused?  Ganz wichtig sein?)

Sozusagen wichtiger als alle anderen und da hat man logischerweise gar keine Zeit die Mundwinkel nach oben, statt nach unten zu ziehen – dabei fällt mir ein, selbst die Queen kann zwei Dinge auf einmal – lächeln und winken – und auch die Frau, die direkt neben mir saß, hat nicht einmal gelacht – kann halt passieren, dass man sich nicht traut zu lachen, kichern, lächeln, grinsen … – vielleicht hat man es einfach im Laufe des Lebens verlernt oder einen sauschlechten Tag gehabt oder eher einen Schunkelhumor – aber der Rest schien mir durchaus zufrieden. Schräg hinter uns kicherten gleich mehrere Frauen regelmäßig und auch manche der anwesenden Männer trauten sich, sich zu amüsieren.

Ich geh jetzt wieder graben. Munter bleiben!

 

 

 

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Ich wär so gern arrogant

24 Oktober, 2009 · 2 Kommentare

gut ja, sagt man mir hier und da ja nach  – sind allerdings immer Leute, deren Selbstbewusstsein im Minusbereich liegt und dafür kann ich ja nix. Und Menschen, die mich gar nicht wirklich kennen. Kennt man ja von sich auch: Schublade auf, Schublade zu – fertig. Der Ausdruck frech ist mir auch immer wieder mal im Zusammenhang mit meinem sonnigen Gemüt entgegengeschlagen. Fällt mir grade die Tusse ein, die mich in Holland im Schwimmbad wegen der Badekleidung meines Sohnes anpöbelte. And you’re making it your business because …??? denke ich in solchen Momenten. Geantwortet habe ich ihr sinngemäß … Sage ich Ihnen, dass Ihr Badeanzug ultrahässlich ist? Kümmern Sie sich einfach um Ihre Angelegenheiten und lassen mich in Ruhe. Die Freundin der vergrämten Tusse zog die ganze Zeit an ihrem Arm, hatte aber erst Erfolg, als ich das mit dem hässlichen Badeanzug gesagt hatte. Sie schnaubte endlich weiter und war völlig empört.

Dass muss man sich mal reinziehen. Da quatscht einem eine völlig fremde Trine an. Sehe die Szene noch vor mir. Ebenfalls in Holland, allerdings einige Jahre früher, stehe ich an der Käsetheke. Eine Frau war gerade fertig bedient worden, eine alte Schachtel rauschte von rechts an mir vorbei und gab ihre Bestellung auf. Nä, sage ich, ich bin dran. Sagt sie, sie gehört zu der anderen Frau. Ja und sag ich, sie haben doch gar nicht hier gestanden. Ich bin jetzt dran. Das arme Mädel hinter der Theke wusste nun gar nichts mehr und hat sich vermutlich gedacht, wie doof die Deutschen sind. Stand die Schrulle in ihrem Pelzmäntelchen neben mir, setzte eine noch blasiertere Miene auf und schnappte: Ich hab Zeit. Bedienen Sie mal ruhig die Frau. Wobei Körperhaltung und Tonfall Bände sprachen. Natürlich konnte ich mir da nicht verkneifen zu fragen, warum sie sich dann so schamlos vordrängelt.

Wenn das dann frech von mir ist, bin ich gerne mal frech. Es gibt nämlich Frauen, die fordern es geradezu heraus. Sie können gerne mit ihren Kindern, Männern, Freundinnen oder sonstwen so umgehen, aber nicht mit mir. Kleiner Tipp am Rande: Wer mich höflich und freundlich anspricht, bekommt auch eine höfliche Antwort. Mit Männern habe ich solche doofen Situationen ja auch früher gehabt. Immer dann, wenn sie meinten, sie müssten mich besonders dumm und laut anquatschen. Gerne wenn sie schon was getrunken haben und in Begleitung eines Freundes waren. Die fühlten sich dann dreifach in ihrer Ehre gekränkt, wenn sie eine Abfuhr bekommen haben und hörten gar nicht mehr auf zu pöbeln.

Tja, dann gerne mal arrogant und frech. Und wie passt das zum Thema Schreiben und Literaturagentur?

Seit einigen Monaten klopfe ich hier und dort mal an, formuliere eine nette Anfrage, richte mich auf Absagen ein – wie das so ist im Leben. Man glaubt gar nicht, wenn man mal so nachdenkt, wie oft einem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird. Dabei bin ich noch nicht mal Vertreterin. Wenn ich aber merke, dass man mir noch nicht einmal einen Blick durch den Spion an der Haustür gönnt, dann piekse ich spitze Nadeln in meine Voodoopuppe. Immer zu erst ins Auge.Piekspieks.

Lange Rede, kurzer Sinn … ich empfinde es als arrogant und wenn ich ehrlich bin auch als eine Unverschämtheit überhaupt nicht zu antworten. Es war schließlich nur eine höfliche Anfrage, kein Heiratsantrag.

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Luca sein Freund Justin ihm sein Bruder

17 Oktober, 2009 · 4 Kommentare

geht nicht ganz so als Titel für mein Buch, auch wenn dieser Satz tatsächlich darin vorkommt. Arbeitstitel war immer: Das bleibt unter uns! Die Geschichte wie ich zu meinem Vermögen kam.

Jetzt bin ich auf der Suche nach einem „echten“ Titel. Der muss nicht unbedingt down under, Australien oder irgendwas mit Oz beinhalten. Könnte nämlich den einen oder anderen Leser verwirren, der womöglich eine romantisch-verklärte Landschaftsbeschreibung nach der anderen lesen möchte und mit Sträflingskolonie und so hat die Story auch rein gar nix zu tun.

Es regnet zur Abwechslung seit Tagen und was kann man da besseres machen, als sich Titel auszudenken?

  1. Alles besser oder was?
  2. Mathilda Schnabel – Mein erstes und einziges Buch
  3. Lasst mich rein!
  4. Nichts wie weg.
  5. Bitte nicht lesen.
  6. Nicht weiterquatschen
  7. Bitte nicht weitertratschen.
  8. Das bleibt uns.
  9. Das bleibt unter uns. Die Geschichte wie ich zu meinem Vermögen kam
  10. Mathilda will heiraten
  11. Lasst mich raus
  12. Leben woanders – alles anders oder was?

Schätze es wäre hilfreich, wenn ich kurz erwähnen würde, worum es in dem Buch geht. Würde sich ein Verlag um mich reißen, würds wohl unter „Freche Frauen“, „Heiterer Frauenroman“ oder ähnlich doofes vermarktet werden. Ich sehe es als comical crime story an – wobei ich zugeben muss, dass crime auch nur am Rande eine Rolle spielt. Ja was denn nu? Herrje, es ist halt eine absurde Geschichte. Punkt. Hilft jetzt nicht weiter, ich weiß. Ist aber egal für den Augenblick. Irgendein Titel in meiner Liste, der interessant genug klingt? Oder hab ich mir den Kulli zu weit ins Gehirn geschoben und kein Titel lässt einen Leser unter Begeisterungsrufen käuflich erwerben, was mein liebstes Kind?  Vorschläge?mirfaelltnixein1.1

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Bitterpille geschluckt

1 Oktober, 2009 · 5 Kommentare

und geh jetzt weinen. Ich möchte euch nicht vorenthalten, dass ich heute pünktlich nach über einem halben Jahr eine Absage von der Agentur bekommen habe.  Wenn ich irgendwann aufhöre zu weinen und meine Wunden zu lecken, schreibe ich vielleicht weiter am Skript oder auch nicht.

Für jetzt mache ich Urlaub von mir, MadamOz, Internet, Computer und der Welt, um mich zu sortieren.

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Wir lesen uns.

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Mathilda, Jair, Sahim …

25 September, 2009 · 2 Kommentare

und wie sie alle in meinem Skript heißen, erblicken evtl.  offiziell das Licht des Buches, wenn … ja wenn ich Mitte nächster Woche eine Zusage der Agentur bekommen sollte und diese wiederum einen Verlag für mein Werk interessieren kann.

Nach 76,2  Jahren Wartezeit habe ich zumindest schon einmal die Nachricht bekommen, dass das gesamte Skript gelesen worden ist, die Geschichte gut, witzig, voller Esprit und mit prima Charakteren bestückt ist.

Geht das runter wie Butter oder was? Wie viele Jahre kann ich von diesem wunderbaren Feedback zehren, auch wenn das mit dem Agenturvertrag nichts wird? Werde ich jemals aus meiner Verwundeten-Ecke, in die ich mich zurückziehen werde, wenn dieser Traum zerplatzt, wieder hervorkriechen? Wird mir die Göttin des Aberglaubens einen fiesen Strich durch die Rechnung machen, weil ich meine Klappe nicht halten kann und hier vorzeitig den Stand der Dinge ausplaudere? Was aber noch viel wichtiger ist: Komme ich jetzt ins Fernsehen? Fragen über Fragen …

Soeben ist mir eingefallen, dass ich einen Cousin bei der Kripo habe – vermutlich schon pensioniert, weil so viel älter als ich und eine Bekannte, die bei der Polizei arbeitet. Quellen, die ich bislang nie angezapft habe, weil die Geschichte ohnehin in Australien spielt. Da ich aber vorhabe die gesamte Truppe kurzfristig auch mal nach Deutschland zu verlegen, kann sich ein wenig einschleimen jetzt schon lohnen :-)

Jaimes einzige Frage zu meinem Cousin: Hat der auch einen Rex?

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Erklärbär Sätze in Kurz- oder Langtexten

17 September, 2009 · Kommentare sind deaktiviert

Treiben mir die Tränen der Verzweifelung in die lesenden Augen. Ehrlich. Bin ja selbst kein Profi – aber manchmal habe ich den Eindruck deutsche Autoren (oder sind es eher die ungeübten und oder schlechten unter ihnen?) fühlen den Drang etwas zu erklären, was eigentlich durch geschickte Aneinanderreihung von schönen Wörtern erklärt wird. In einem voran gegangenem Satz. Warum fühlt sich manch Autor noch berufen, zu erklären, was er gerade eben noch geschrieben hat? Weil er vermutlich seinen eigenen sprachlichen Fähigkeiten nicht traut oder glaubt sämtliche Leser seien im Wachkoma. Einfach mal streichen oder Satz umstellen. Geschicktere Wortwahl kommt auch ganz gut.

Erklärbär-Rückblenden, die dann auch noch mit den Worten … er/sie/es/wir/ihr/sie dachte zurück an blablub eingeläutet werden, lassen mich hemmungslos schluchzen. Womit ich nicht behaupten möchte, dass ich so was doofes nie geschrieben habe. Ich lerne aber im Affentempo dazu und auch gerne. Ich habe meine Rückblende sehr schön gelöst – even if I say so myself – *selbstgefällig in die Runde guck und stolz bin, weil ich von ganz alleine drauf gekommen bin.

Zu Rückblenden sollen ja manche Autoren ein gespaltenes Verhältnis haben, allgemein verteufeln ist meiner Meinung nach unhaltbar. So. Hätten wir geklärt. Die Tage habe ich ein Buch einer britischen Autorin gelesen und die Rückblende war voller Sätze wie: she had had this and that blablub und so viel had, dass mir die drei Buchstaben schon vor den Augen schwammen. Für mich war das eine grausam geschriebene Rückblende und der Lektor, der sie hat durchgehen lassen gehört gefeuert.

Dann habe ich 30 oder 40 enttäuschende Seiten von Dean Koontz gelesen. Die minituöse Beschreibung, wie der junge Protagonist irgendwo hochklettert und wir reden hier nicht über eine Mount Everest Besteigung … schnell mal zwei Seiten vorgeblättert – oh nein, er klettert immer noch, ich habe absolut nichts verpasst … schnell weiter blättern … hat mich beinahe zum Buchmörder werden lassen. Ständige Wiederholbär-Sätze – in diesem Fall, dass der Ghost-Dog nur von ihm gesehen und angefasst werden kann und wenig später leicht umgestellt festgestellt wird: nobody else can see the dog hat mir jetzt einen dauerhaften Gehirnschaden eingebracht. Was der Autor allerdings sehr gut kann, sind wunderbare Vergleiche bringen und als ich so völlig enttäuscht ans Ende des Buches blätterte fand ich noch seitenlange Dialoge. Das ist auch eine bewundernswerte Kunst wie ich finde. Reichte aber leider nicht, um das gesamte Buch zu lesen, obwohl ich einfach nur etwas übersinnlich oder horrorartiges lesen wollte, statt immer olle Krimis, in denen auch noch ein Serienmörder sein Unwesen treibt *gähn.

So, jetzt sattel ich mein hohes Roß wieder ab und gräme mich geringfügig unveröffentlicht durchs Leben zu schleichen. Immerhin mit niegelnagelneuen saubequemen flipflops und der Aussicht auf Urlaub.

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Neue Lernkrimi Ausschreibung

11 September, 2009 · 1 Kommentar

Thema: Tödlicher Irrtum. Nö. Keine Lust einen englischen Krimi zu schreiben. Weniger wegen der Sprache, sondern wegen des Stils. Ich ahne, dass eher klassische Krimis gesucht werden und darauf habe ich keine Lust.

Wer Interesse hat, geschrieben werden darf in Englisch, Italienisch, Spanisch oder Französisch. Mehr Infos auf der Compactverlagwebseite – Link bitte selbst suchen.

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Man erhalte mir meine Ausreden

1 September, 2009 · 6 Kommentare

Wenn mein Arbeitsplatz fertig ist, wird aber tüchtig geschrieben. Jawohl. Meanwhile denke ich halt über den ersten Entwurf eines Textes nach, der seit Wochen im Computer dümpelt. Interessant finde ich, dass ich etliches intuitiv mache, was Technik angeht. Gut so. Würde ich nun noch mit Lichtgeschwindigkeit den Rest lernen, könnte ich übermorgen schon berühmt sein. Ja.

So – eine Woche ist die gute Frau von der Agentur jetzt noch im Urlaub. Eigentlich hatte ich gedacht, dass sie schon längst wieder im Büro sein müsste, da sie mir vor drei Wochen mitgeteilt hatte, dass sie jetzt ein paar Tage Urlaub macht. So wie es aussieht, hat sich das jetzt wohl nach hinten verschoben.

Mittlerweile bin ich so weit, dass ich mir sage, Absage oder Zusage, Hauptsache ich werde aus meiner Warteposition erlöst. Schaue ich mir ein Interview mit einer amerikanischen Autorin an, die seit zig Jahren erfolgreich veröffentlicht. Wurde sie gefragt, ob sie jemals ans aufgeben gedacht hätte. Meinte sie, sie hätte einen riesigen Stapel an Absagen gehabt und nach zehn Jahren sich dazu entschlossen aufzugeben und die gesammelten Absagen zu verbrennen. Hat sie auch gemacht, drei Monate später kam endlich eine Zusage von einem Verlag. Muss wohl noch das eine Skript gewesen sein, das noch unterwegs gewesen war.

Ich weiß immer nicht, was ich von solchen Geschichten halten soll.  Beinahe bin ich geneigt zu sagen, dass ich viel früher aufgeben würde. Vielleicht auch nicht. Ganz ehrlich? Sehr hart versuche ich es nicht, was im Moment auch mit den Agenturen zusammenhängen mag. Warten ist zermürbend und wenn man so lange wartet wie ich mittlerweile, auch desillusionierend. Das möchte ich nicht als jammern verstanden wissen, es ist einfach nur eine Feststellung.

Völlig offtopic – 1453 Bananen gesammelt und dritte Medaille bekommen, weil ich den Feind am Ende des Levels mit noch 1000 Bananen übrig besiegt habe. Man kann ja nicht nur lesen und hier und da mal ein Erfolgserlebnis ist auch ganz schön :-)

PS In genau drei Wochen habe ich Geburtstag *aarrgh

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Warum ich in keinem sozialen Netzwerk vertreten bin und nicht mit Pimmel-Männer ausgehe

14 August, 2009 · 2 Kommentare

und meine Erzählerin – Mathilda – auch nicht.

… Konnte ich auch gleich noch meine E-Mails checken und einen Blogeintrag machen. Zu meiner Enttäuschung hatte mir kein Schwein geschrieben. Ja, vermissten die mich denn gar nicht? Mich erinnerte das an meine mynet Seite im Netz. Alle Welt redete von mynet, ich hatte mir gedacht, will ich auch haben und gucken schadet ja nichts. Die ersten Wochen, in denen ich mich eingeloggt hatte, sah ich als Erstes den Hinweis vom System: Du hast keine Freunde. Das deprimierte mich, sodass ich mein Konto wieder gelöscht hatte, obwohl ich am Ende 1 Freund hatte. Karl. Der zählte aber nicht, weil, der war mein richtiger Freund. Ich hätte gerne wenigstens 105 Freunde gehabt, aber es hatte nicht sein sollen. In der realen Welt war ich schon keine Vereinsmeierin, wie sollte ich da in der virtuellen Welt Freunde sammeln? …

… Es würde mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte gute Sex sein, den ich in den kommenden Monaten haben würde. In meinem Alter war ich in der glücklichen Position Vergleiche anstellen zu können. Manche Männer hatten Penisse, manche Pimmel. Pimmel-Männer waren lästig. Sie wollten einen einreden, dass Man(n) ganz tolle Sachen damit machen konnte – was man (hier meinten sie natürlich Frau) – auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Das Gespräch mit Ulf fiel mir wieder ein, den ich nach einem Desasterabend nicht hatte wiedersehen wollen und der mich noch Tage später mit Anrufen belästigte. Ich ging nicht mehr ans Telefon, er lauerte mir vor meiner Wohnung auf.

»Mathilda, gib mir doch eine Chance. »

»Womit? »

Ulf hatte ich danach nicht wiedergesehen. Obwohl das lange vor Karl gewesen war, habe ich es bis heute nicht vergessen. Pimmel-Männer pffft! …

Ach Leute, mir war grad danach – langsam hab ich das Warten satt – schätze zu Weihnachten kriegen einige Leute von mir was Selbstgestricktes.

Munter bleiben!

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Du ziehst als Charakter bei mir ein

11 August, 2009 · 2 Kommentare

du Frau mit dieser furchtbaren Frisur. Great. So was kann man sich gar nicht ausdenken. Lange schwarze Kriessellöcken mit shiny product im Haar, dass es mich heftig geekelt hätte diese Haare anzufassen. Ab Ponyansatz ein Haarreif im Vogelnest  (schwarz), der die Haare hügelte (ich weiß, ist kein Wort) und the finishing touch war der völlig glatt geföhnte Pony.

Makeup und Kleidung erinnerten mich stark an eine ehemalige Bekannte von mir und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass beide Frauen mit ihrem krassen Outfit von ihrer enormen Leibesfülle ablenken wollen. Ist ja alles legitim, aber schön ist was anderes.

Kategorien: Frisur · Schreiben